Iranian Music

Santur

Das Instrument Santur wird im Iran seit sehr langer Zeit gespielt. Wahrscheinlich entstand sein Gestalt im Gebiet des heutigen Iran und Irak, früher Persien und Mesopotamien genannt. Die Musikhistoriker beziehen sich bei ihrer Forschung einerseits auf die nationale Literatur und andererseits auf die archäologischen Funde sowie die Überlieferung . Tatsache ist, dass die Literatur, Architektur und alle anderen Bereiche einer Kultur eine zusammenhängende Menge ergeben, woraus unsere jetzige Vorstellung über das Alter, Entwicklungsstadien und -formen eines geschichtlichen Phänomens zustande kommt. Diese Vorstellung wird in der Verschmelzung mit der traditionellen Überlieferung, im Orient meist von Meister zu Schüler, als eine Art "schwebendes Plasma" erlebt. Es hat eine feste kraftvolle, und zugleich feine Gestalt, basierend auf den überlieferten Rhythmen und Melodien namens Radif und ist dennoch beweglich und evolutionär, wobei die Improvisation die lebendige und suchende Komponente ist und langfristig dessen Struktur weiterentwickelt. Dieses "Plasma" kommt beim Lernenden erst nach einer langen Phase der "mechanischen" Wiederholung und Nachahmung unter einer kompetenten Aufsicht zustande.

Das Erlernen und Verinnerlichen des gesamten Gefüges des Radif, sowie die authentische Spieltechnik und Vereinigung mit dem Instrument bedürfen vieljährigen Studims. Unbewusst wird oft der Tradion eine Art "Starrheit" vorgeworfen, aus Ungeduld beziehungsweise Mißverständnis für diese wichtige tragende, ja  identifizierende Struktur, ohne die sich das "Plasma" in Nichts auflösen würde. Die wahrhaftigste aller Innovationen kommt eben nicht allein durch Genialität, sondern auch und vor allem durch fundiertes Wissen und Können zusatnde.


Die Abmessungen einer "Standard"-Santur in form eines Trapezes sind ca: 90x27x36 cm (Basis, Breite, Stirn). Der Korpus ist etwa 6 cm dick. Sie wird aus massiven Holzbrettern zusammengebaut- meistens aus Walnussbaum. 3 x 9 Positionen ergeben 27 vierchörige Tonlagen, wobei die 22 tieferen eher bespielt werden. 18 Positionen sind aus Stahl- und die restlichen aus Messing- oder Bronzesaiten. Die Saiten werden mit 2 Plektren namens Mesrab geschlagen. Mesrab wird aus verschiedenen Holzarten unterschiedlicher Charakteristika gebaut und hat eine dünne, geschwungene Form.



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